Jugendliche bauten Kirche in Grenzkneipe um

Gut besuchter Ökumenischer Gottesdienst im Bonhoeffer-Haus am Buß- und Bettag
Am 16.11.2016 um 19:00 fand der ökumenischer Gottesdienst der evangelischen Jugend am Buß- und Bettag in der Bonhoeffer-Gemeinde Fulda mit dem Titel „Ankommen – willkommen im Niemandsland“ statt. Ein Team von Jugendlichen hatte sich fünf Wochen lang ein besonderes Konzept erarbeitet, wie sie selber Gottesdienst feiern wollen. Herausgekommen ist dabei eine Mischung aus Poetry-Slam, moderner Musik, christlicher Botschaftsverkündigung und gemeinsamen Essens. Der Gottesdienstraum wurde dazu detailverliebt verwandelt in einen Pub auf der Grenze mit dem Namen „Niemandsland“.

Geschäftsleute, Schmuggler, Flüchtlinge und Grenzoffiziere trafen an der Bar die beiden Wirte Matthias und Chantal, um ihnen ihre Sicht auf die Welt und den Begriff "Ankommen" zu erklären. Mit Drahtzäunen, den Konfirmanden als Grenzwächtern und Kellnern, modernster Lichttechnik und vielen technischen Rafinessen wurde der Raum in eine stimmungsvolle Bar auf der Grenze verwandelt. Getreu der Übersetzung von Buße als "Neuausrichtung des Selbst" ließen die drei Pfarrer Jan Kremer (St. Paulus Fulda), Pfeifer (Evangelische Kirche Petersberg) und Lange (Bonhoeffergemeinde Fulda) in ihren Rollen als koruppte Grenzoffiziere im Niemandsland offen, inwieweit wirklich wahrgenommen und verstanden werden kann, dass Jesus es ist, der diese Neuausrichtung herbeiführt - und nicht man selber. Als Beispiel zogen sie dazu die Geschichte des Zöllners Zachäus heran (Lukas-Evangelium Kapitel 19).

Begleitet wurde der Gottesdient von der Kreisjugendband „to be honest“, die als Jukebox der Bonhoeffergemeinde kräftig einheizten.